Matcha ist ultrafein gemahlener Grüntee, ursprünglich aus Japan und China. Anders als andere Tees wird er nicht aufgegossen: Man schlägt ihn in heißem Wasser auf und trinkt ihn vollständig. Das Ergebnis: mehr Geschmack, mehr Nährstoffe und ein echter Wohlfühlmoment.
Die Ursprünge des Matcha
Die Wurzeln des Matcha reichen Jahrhunderte zurück. Das Wort „Matcha“ kommt aus dem Japanischen:
- „ma“ (抹) = mahlen
- „cha“ (茶) = Tee
Mit anderen Worten: gemahlener Tee.
Woher kommt er?
Matcha entstand in China während der Tang-Dynastie (618–907), wo man bereits zu Pulver verarbeiteten Tee trank. Doch in Japan fand er seine heutige Form und seinen Ruhm.
- Im 12. Jahrhundert brachte der Mönch Eisai dieses Wissen aus China nach Japan.
- Die Zen-buddhistischen Mönche begannen, diesen Tee zu nutzen, um Konzentration und Wachsamkeit während der Meditation zu fördern.
- Matcha wurde zu einem eigenständigen Ritual und einem Symbol für Raffinesse.
Wo wird er heute angebaut?
Matcha wird häufig in Japan produziert, in spezialisierten Regionen, in denen klimatische Bedingungen und Know-how zusammenkommen:
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Region |
Besonderheit |
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Uji (Kyoto) |
Bekannt für die prestigeträchtigsten Matchas. Ideales, nebliges Klima. |
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Nishio (Aichi) |
Sehr großes Produktionsvolumen, sanfter Geschmack, oft erschwinglicherer Matcha. |
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Shizuoka |
Eher für andere Tees bekannt, aber mit wachsender Bedeutung auf dem Matcha-Markt. |

Wie wird Matcha hergestellt?
Matcha ist nicht einfach nur zu Pulver vermahlener Grüntee. Seine Herstellung ist einzigartig – und genau das verleiht ihm seine intensive Farbe, seine Sanftheit und seine Vorteile.
Bevor er in deiner Tasse landet, durchläuft ein guter Zeremonie-Matcha wie OhMatchaa! mehrere streng festgelegte Schritte:
- Anbau im Schatten (3 bis 4 Wochen vor der Ernte): Die Teesträucher (Tencha-Cultivar) werden abgedeckt, um direktes Sonnenlicht zu blockieren. Ergebnis: mehr Chlorophyll, mehr L-Theanin, ein sanfterer Geschmack.
- Ernte von Hand: Nur die jungen oberen Blätter werden ausgewählt. Dort konzentrieren sich Nährstoffe und Feinheit.
- Dämpfen: Die Blätter werden mit Wasserdampf erhitzt, um die Oxidation zu stoppen. So bleibt die leuchtend grüne Farbe erhalten.
- Trocknen ohne Rollen: Anders als bei anderen Tees werden die Blätter nicht gerollt. So erhält man Tencha.
- Mahlen mit dem Steinmahlwerk: Der Tencha wird anschließend sehr langsam (etwa 30 g/h) in Granitmühlen vermahlen, um ein ultrafeines Pulver zu erzeugen: den Matcha.
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Schritt |
Rolle für die Qualität des Matcha |
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Beschattung |
Erhöht die Sanftheit und die Intensität des Grüns |
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Feine Ernte |
Garantiert ein hochwertiges Pulver |
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Dämpfen |
Stabilisiert Aromen und Farbe |
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Mahlen im Steinmahlwerk |
Sorgt für eine seidige Textur, ohne Klümpchen |
Wie schmeckt Matcha?
Matcha hat einen sogenannten Umami-Geschmack, oft als 5. Geschmacksrichtung bezeichnet (weder süß, noch salzig, sauer oder bitter).
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Matcha-Sorte |
Geschmacksprofil |
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Zeremonie-Qualität |
Sanft, rund, cremig, ohne ausgeprägte Bitterkeit |
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Premium-Qualität |
Ausgewogen, leicht bitter, aber angenehm |
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Küchen-Qualität |
Bitterer, pflanzlicher, ideal für Rezepte |
Wenn dein Matcha zu bitter oder gelb/braun ist, ist er wahrscheinlich oxidiert oder von schlechter Qualität. Der Geschmack kann sich auch je nach Wassertemperatur und Zubereitungsart (traditionell oder Latte) ändern:
- Farbe: leuchtend grün bei einem guten Matcha
- Aroma: frisches Gras, Algen, Haselnuss, manchmal leicht süßlich
- Textur: fein wie Talkum, nicht körnig
Die Vorteile von Matcha
Matcha zu trinken ist nicht nur einem Trend zu folgen – es bedeutet, ein bewährtes Ritual anzunehmen. Dieser pulverisierte Grüntee wird oft als „Superfood“ bezeichnet, aber bei OhMatchaa! sprechen wir lieber von einer Super-Gewohnheit.
- Sanfte und stabile Energie: Dank Koffein und L-Theanin weckt Matcha auf, ohne aufzuregen. Die Wirkung ist gleichmäßiger als die von Kaffee, ohne Crash.
- Fokus + Gelassenheit = die Gewinnerkombi: L-Theanin fördert einen Zustand ruhiger Konzentration.
- Reich an Antioxidantien (Catechine, EGCG): Diese Verbindungen helfen deinem Körper, oxidativem Stress (verbunden mit der Zellalterung) entgegenzuwirken.
- Eine Unterstützung für den Stoffwechsel: Matcha + körperliche Bewegung = leichte Steigerung des Energieverbrauchs.
- Strahlendere Haut: Vitamine C, E und Chlorophyll – ein Trio, das helfen kann, deine Haut vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Gibt es Nebenwirkungen beim Matcha-Trinken?
Matcha ist gut – aber man muss richtig dosieren. Wir empfehlen, höchstens 1 bis 2 Schalen pro Tag zu trinken. Gut zubereitet und gut ausgewählt, ist er für die große Mehrheit der Menschen unbedenklich. Für Schwangere ist es besser, ärztlichen Rat einzuholen.
- Koffein: 30 bis 35 mg pro Gramm, weniger als ein Espresso, aber mehr als ein Tee. Wenn du empfindlich auf Koffein reagierst, vermeide es, nach 16 Uhr zu trinken.
- Magen: Auf nüchternen Magen kann Matcha den Magen reizen. Trinke ihn in diesem Fall nach einer leichten Mahlzeit oder mit einem Pflanzendrink.
- Oxalate: Natürlich in vielen Pflanzen enthalten, sind Oxalate in hoher Dosis problematisch, wenn du zu Nierensteinen neigst.
- Medikamente: Frag deinen Arzt um Rat, wenn du eine Behandlung machst (z. B. Blutverdünner).
Wie konsumiert man Matcha?
Ein guter Matcha ist vor allem eine Frage einfacher Handgriffe und hochwertiger Accessoires.
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Methode |
Beschreibung |
Wann? |
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Traditionell (Usucha) |
1 bis 2 g Matcha, aufgeschlagen in 70-100 ml heißem Wasser (70-80°C) mit einem Bambusbesen (Chasen) |
Morgens oder vor einem Moment der Konzentration |
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Matcha Latte |
1 bis 2 g Matcha in etwas Wasser aufgelöst, dann mit einem warmen Pflanzendrink (Hafer, Soja, Mandel…) vermischt |
Gemütliche Pause, Snack oder als Kaffeeersatz |
Wir empfehlen, wenig mineralisiertes Wasser zu verwenden, um den Geschmack nicht zu verfälschen. Und achte darauf, den Matcha niemals zu kochen: Über 80°C wird er bitter und verliert seine Vorzüge.
Und, kleines Geheimnis: Matcha lässt sich auch zum Backen verwenden (Eclairs, Tiramisu, Macarons), in Smoothies, Saucen...
Welchen Matcha soll man wählen?
Farbe, Geschmack, Verwendung… hinter diesem grünen Pulver verbergen sich große Qualitätsunterschiede.
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Qualität |
Zu verwenden für... |
Geschmack |
Preis (Richtwert) |
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Zeremonie |
Pur genießen (Usucha, Koicha) |
Sanft, rund, umami |
💰💰💰 |
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Premium |
Matcha Latte, Smoothies, regelmäßiger Gebrauch |
Ausgewogen |
💰💰 |
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Küche |
Gebäck, herzhafte Rezepte |
Bitterer |
💰 |
FAQ
Kann man jeden Tag Matcha trinken?
Ja, solange man es nicht übertreibt. Ein bis zwei Tassen pro Tag passen für die meisten Menschen. Wenn du empfindlich auf Koffein reagierst, vermeide es, am späten Tag zu trinken.
Warum ist Matcha teurer als andere Tees?
Matcha ist „teuer“, weil sein Anbau mehr Arbeit erfordert (Beschattung, Auswahl der Blätter, langsames Mahlen) und man viele Blätter für wenig Pulver braucht. Es ist ein handwerkliches, kein industrielles Produkt.
Ist Matcha für Schwangere geeignet?
Matcha enthält Koffein, daher ist während der Schwangerschaft Mäßigung geboten. Hol besser den Rat einer medizinischen Fachperson ein, bevor du ihn regelmäßig konsumierst.
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